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Porsche 911 – Perfektion bis zur Langeweile?

August 17, 2012 Blog-Nachbarschaft Keine Kommentare

Der Bjoern… hach, der Bjoern. Der gute hatte ganze zwei Wochen jeden Tag einen guten Tag, möchte ich meinen. Denn, er hatte einen Porsche 911 Carrera S als Testwagen zur Verfügung. Natürlich aus der neusten Baureihe 991. Und zugegeben: ich bin nun nicht der irre 911er Fan. Für meinen Vater wäre eine Runde im 911er aber der automobile Traum – verständlicherweise.

Porsche 911 Carrera S - Foto © Teymur Madjderey / icedsoul.de

Nichts desto trotz ist der tiefergelegte Käfer auch für mich ein Auto, das trotzdem Faszination und Reiz versprüht. Es ist eben einfach eine Ikone. Mit jeder Baureihe wurde Porsche aber immer und immer wieder mehr dem deutschen Ruf nach perfekter deutscher Ingenieurskunst gerecht – soweit, dass böse Zungen sogar behaupten, der 911 sei gar langweilig, weil zu perfekt. Und der Bjoern macht sich genau auf diese Suche nach der Langeweile. Und dieses schön produzierte Video solltet ihr euch besser nicht entgehen lassen:

Seinen kompletten Fahrbericht zum Porsche 911 Carrera S lest ihr am besten im gleichen Zuge auch – sehr schön, sag ich nur! Übrigens: während des Wochenendes an der Nordschleife bei Jaguar, bekam ich auch mal die Schlüssel zu diesem auffällig gelben Flitzer in die Hand gedrückt. Sicher, nach 20 Kilometern lässt sich wenig sagen, eins ist schon mal klar: Perfektion auf hohem Niveau! Langeweile? Mitnichten! Emotionen? Ohne Ende! 400 PS aus einem fantastischen Saugermotor, der selbst mir Turbo-Jünger die Freudentränen in die Augen treibt – einfach fantastisch.

Porsche 911 Carrera S - Foto © Teymur Madjderey / icedsoul.de

Die Ikone zu bewegen war jedenfalls ein großartiges Gefühl – ich hoffe, es bietet sich bald noch einmal die Möglichkeit dazu. Dann kann ich vielleicht auch mehr dazu sagen, ob die neue elektronische Lenkung im 911er wirklich gefühllos ist – bis dahin träume ich einfach von der Ikone in gelb.

Fotos von Teymur Madjderey / icedsoul.de


Über den Autor -

Seit dem Kindesalter drehte sich für mich immer alles um Autos. Ob ich als Kleinkind mit offenem Mund auf der Straße stehen blieb, wenn ein Ferrari 355 an mir vorbeigefahren ist, ob ich als Teenager am PC eine Rennsimulation nach der anderen bis in die Nächte hinein gezockt haben oder ob ich mir als glücklicher Führerscheinbesitzer keine Möglichkeit entgehen lassen konnte, jedes Auto zu fahren, das mir in die Hände fiel. Meinen Smart Roadster habe ich - wie man so als Informatiker eben tickt - begonnen zu debuggen und ein eigene Softwaremodifikationen dafür zu bauen. Auf der Rennstrecke und mit kleinem Engagement im Motorsport wurde nicht nur der, sondern auch sein Nachfolger - ein Renault Megane RS TCe250 - gerne und häufig gequält. Inzwischen muss ein Lotus Elise herhalten, während ich immer noch jede Möglichkeit wahrnehme, um jedes erdenkliche Auto zu fahren - und hier darüber zu bloggen.