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Blogger Auto Awards 2015 – Die besten Autos des Jahres

Februar 10, 2015 Allgemein 69 Kommentare

Es ist soweit! Wieder einmal haben sich nahezu alle deutschsprachigen Auto-Blogger zusammen gefunden und darüber sinniert, wer die besten Autos baut. Der Blogger Auto Award 2015!

Blogger Auto Award 2015
Bereits zum vierten Mal wird dieser Award der Auto-Blogger nun schon vergeben. Damals haben wir uns dazu entschieden, als Basis für unsere Abstimmung die zehn bestplatzierten Fahrzeuge der „auto, motor und sport“-Leserwahl in ihren jeweiligen Kategorien zu übernehmen. Die Nominierungen der Kategorie „Elektroauto“ kommt allerdings von uns.

Und wie das eben so ist, wenn man mit vielen Leuten zusammen über ein Thema abstimmt, liegen nun mal fast alle falsch – außer ich natürlich. Und ich sage euch, nun wieso – also hier und da zumindest. 🙂

Minicars

„Das neue OH“, von dem ich immer noch nicht herausgefunden habe, ob es ein eher enttäuschtes oder ein begeistertes „Oh“ sein soll. Das Auto zum Umparken und so. Ja, genau, der Opel Adam hat das Rennen gemacht! Gefolgt vom Abarth 500 bzw. Abarth 595 und dem Mini Coupé. Sicher, am ehesten hat der Abarth meine Stimme verdient, aber einzig eigentlich nur der 695 biposto, der so herrlich verrückt ist, dass man Abarth auch gleich noch den Preis für den besten Sportwagen in die Hand drücken müsste (haben wir nicht. leider). Aber der Stand nunmal nicht zur Wahl. Also ging meine Erststimme (5 Punkte) an den neuen Renault Twingo. Weil Heckantrieb, chic und unfassbar wendig – eben weil er gut ist. Warum nicht die 5 Punkte an den smart fortwo/forfour? Weil der das gleiche in Grün ist, für den Markennamen aber halt Aufpreis verlangt.

Dass der Can natürlich 5 Punkte an den Abarth vergab, sei ihm verziehen. Als Besitzer – ich glaube, gar ein stolzer – ist er emotional vorbelastet. Und das ist ja auch verständlich, eine lustige Knallbüchse ist er. Also der Abarth. Der Can aber auch.

  1. Opel Adam
  2. Abarth 500/595
  3. Mini Coupé

Kleinwagen

Die Welt ist gerettet, wir sind tatsächlich auch mal einer Meinung. Der Platz 1 für den besten Kleinwagen geht an den Audi A1 und den BMW i3. Punktegleichstand zwischen München und Ingolstadt. Meine 5 Punkte gingen an den Audi A1, der meiner Meinung nach mit seinem klaren Audi-Design gerade im Innenraum punktet, als S1 ein herrlich verrücktes Ding ist und unterm Röckchen eben der Wolfsburger Polo ist. Und der ist halt gut. Aber eben langweilig. Und die Langweile hat ihm Audi ein Stück weit ausgetrieben.

Weiter oben müsste eigentlich der neue Mazda 2 stehen, aber der ist eben zum Zeitpunkt der Wahl noch genau das gewesen: etwas zu neu.

  1. Audi A1, BMW i3
  2. Skoda Fabia
  3. VW Polo

Kompaktklasse

Der Sieg in der Kompaktklasse geht an den Seat Leon. Der „emotionale“ Ableger des Golf, konnte wohl in der Blogosphäre Herzen gewinnen, mich lässt er hingegen – trotz äußerst beeindruckender Nordschleifenrunde (mit Sportreifen) eher kalt. Meine 5 Punkte gingen hingegen an den Drittplatzierten, den Skoda Octavia. Warum? Ganz klar: mehr Raum bietet in dieser Klasse niemand, er ist ein Paket mit beeindruckend gutem Preis-/Leistungsverhältnis und macht als RS auch mächtig viel Spaß. Technisch zudem mit allem bewaffnet, was das VW-Konzernregal und der MQB so hergibt.

Immerhin bin ich nicht der einzige, auch Oli Walther sieht den Octavia (zu Recht) auf Platz 1. Auf dem zweiten Rang dürfte vor allem das Design gepunktet haben: der Mercedes-Benz CLA. Gäbe es jetzt schon den Shooting Brake, hätte ich meine 3 Punkte für die zweite Stimme wohl eher nach Stuttgart, denn nach Turin. Mein persönlicher zweiter Platz wäre gewesen: die wunderschöne Alfa-Romeo Giulietta.

  1. Seat Leon
  2. Mercedes-Benz CLA
  3. Skoda Octavia

Mittelklasse

Applaus, Applaus! Der erste Platz geht nach Stutgart. Mercedes konnte mit der neuen C-Klasse die meisten Stimmen auf sich vereinen und schlägt das BMW 4er Coupé mit einem deutlichen Vorsprung von 16 Punkten. Nein, das kann so nicht richtig sein, und daher gingen meine Punkte nach England: 5 Punkte für den wunderschönen Jaguar XE. Einfach weil. Und weil er ein Underdog ist. Und wunderbar aussieht. Und endlich auch ein zeitgemäßes Infotainment spendiert bekommen hat. Immerhin ist er nicht ganz ab vom Schuß und bekam noch vom ein oder anderen Kollegen 3 oder 5 Punkte zugeschoben.

Mein Platz 2? Das C-Klasse Coupé. Egal ob neu oder alt. Der C63 AMG 507 hat sich tief ins Bewusstsein gebrannt und der neue sieht einfach chic aus. Praktikabilität braucht niemand, bei mir zählen halt die sportlichen Werte.

  1. Mercedes-Benz C-Klasse
  2. BMW 4er Coupé
  3. VW Passat

Obere Mittelklasse

Kaum überraschend, hat ein echter Platzhirsch das Rennen gemacht: der Audi A6. Durchaus berechtigt. Meine 5 Punkte gingen aber trotzdem nach Schweden. Einfach, weil die Damen und Herren bei Volvo mit dem V70/XC70 so vieles so unfassbar gut machen und hier die wohl einzig ernstzunehmende Premium-Konkurrenz zu den Deutschen Marken vom Band rollt. Meine zweite Stimme ging an den BMW 5er, den wohl auch deutlich mehr gerne auf Platz 1 gesehen hätten. Sowohl der Matthias Lehming, als auch Friedbert haben 5 Punkte nach München geschickt. Gereicht hat es dennoch nicht für’s Podium.

Größte Überraschung? Dem Maserati Ghibli wurde meist große Liebe (3 oder 5 Punkte) zuteil oder wurde mit Missachtung gestraft. Schade eigentlich. Zweitgrößte Überraschung? Der Jag auf Platz 2. Technisch nicht mehr wirklich auf der höhe der Zeit, aber immer noch wunderschön.

  1. Audi A6
  2. Jaguar XF
  3. Mercedes-Benz E-Klasse Coupé

Luxusklasse

Nein, hier lief alles falsch, was nur falsch laufen konnte. Platz 1 für das Tesla Model S! Nein, jetzt bitte keinen Applaus. Ich mache mich jetzt unbeliebt. Denn ja, der Tesla ist ein fantastisches Auto. Und ja, den Platz 1 unter den Elektroautos hat er sich mehr als verdient. Denn genau das ist er: ein herausragendes Elektroauto. Was er aber nicht ist: ein herausragendes Luxusfahrzeug. Sogar die Engländer haben das mit den Spaltmaßen, Passgenauigkeit und solcher Fisseligkeiten inzwischen besser verstanden. Die Materialien sind nicht besonders chic, einige Super-Premium-Luxusfeatures kennt der Ami erst gar nicht. Ja, er ist fein und ja, ich stehe total auf das Model S. Aber nein, er ist kein herausragendes Luxusfahrzeug.

Daher auch meine 5 Punkte an den Audi A8. Eigentlich hätte die S-Klasse sie eher verdient. Hand auf’s Herz: sie ist einfach besser. Solange man in Stuttgart aber weiterhin der Meinung ist, diese zwei lieblos ins Armaturenbrett gezimmerten möchtegern iPads wären eine gute Idee, halte ich mich zurück und vergebe meine 3 Punkte für Platz 2 lieber an den Zuffenhausener: Porsche Panamera. Jawoll, hässlich wie ein zusammengestauchtes Etwas aus der Kreuzung eines Einhorns mit einem Nilpferd, aber auf der Straße ist er einfach eine Macht: sowohl beim Komfort, bei der Verarbeitung als auch – und das zählt schließlich – bei der Fahrdynamik. Vom Rest der Runde wird er aber vor allem mit Nichtbeachtung gestraft, Punkte gibt’s für ihn sonst nur von Nicole, Benny und Don.

  1. Tesla Model S
  2. Mercedes-Benz S-Klasse Coupé
  3. Audi A8

SUVs (klein)

Kurz und knapp: der Engländer hat gewonnen, er ist einfach anders. Platz 1 für den Range Rover Evoque (immerhin meiner Nummer 3).

  1. Range Rover Evoque
  2. Mazda CX-5
  3. Mercedes-Benz GLA

SUVs (groß)

Nein, hier gibt es nichts zu diskutieren. Auch wenn sich in ihm der Horizont um 180° drehen lässt, er ist einfach der King. Von völligen Nerds zur technischen Perfektion getrieben, um sogar Sportwagen den Garaus zu machen: der Porsche Macan!

  1. Porsche Macan
  2. VW Touareg
  3. Audi Q5

Cabrios

Wahre Größe wird gerne verkannt. So auch in dieser Kategorie. Denn eigentlich müsste auf Platz 1 der Porsche Boxster stehen, daher bekam er auch meine 5 Punkte. Dieses fahrdynamische Königsjuwel unter den offenen Sportwagen (Lotus stand ja leider keiner zur Wahl) ist einfach zum niederknien. Tatsächlich ging Platz 1 aber auch an einen vertretbaren Kandidaten, immerhin meiner Nummer 2: dem Jaguar F-Type. Endlich hat Jaguar wieder einen echten, wenn auch etwas fettleibigen Sportwagen im Angebot. Und er zeigt mal eben dem gesamten Establishment, wo der Frosch die akustischen Locken hat. Keiner klingt besser als (Obacht, festhalten!) der Sechsender im F-Type V6 S! Immerhin: auch Benny und Mario geben mir Recht und würden eher den Boxster auf Platz 1 sehen.

  1. Jaguar F-Type Cabriolet
  2. Porsche 911 Cabrio/Targa
  3. Audi R8 Spyder

Vans

  1. Mercedes-Benz V-Klasse
  2. VW Multivan
  3. BMW 2er Active Tourer

Sportwagen

Da bebt die Erde des gesamten Sportwagen-Establishments: ein Dreizylinder mit Akku macht das Rennen! Der Platz 1 geht an den BMW i8 aus München. Sicher auch auf Grund des Mutes, den BMW bewiesen hat. Und weil er eben auch das ist: richtig gut. Meine 5 Punkte gibt’s trotzdem für einen anderen E-Sportler: den Ferrari DerFerrari. Also LaFerrari. Ja, der Name ist redundant. Und dämlich. Aber das Auto ist eine Urgewalt. Bzw. muss eine Urgewalt sein. Denn gefahren bin ich ihn noch nicht. Aber Chris Harris und der muss es ja schließlich wissen. Außerdem bin ich den 458 Speciale gefahren und selbst der lässt alles um Welten hinter sich, was in der Sportwagen-Kategorie sonst noch zur Wahl stand. Also ganz klar, ist der LaFerrari eben noch eine Schüppe obendrauf und hätte somit 8, statt nur 5 Punkte für die Erststimme verdient. Und das von jedem. Immerhin auch der Don vergibt 5 Punkte dafür – und dessen Kompetenz schätze ich in diesem Segment sehr.

Warum dagegen weder der Alfa-Romeo 4C (mein Platz 2), noch der Porsche Cayman (mein Platz 3), dafür aber die Midlife-Crisis-Traumwagen AMG GT und Porsche 911 auf Platz 2 und 3 sind? Nun, das „Sport“ in „Sportwagen“ bietet halt auch Interpretationsspielraum.

Daher:

  1. BMW i8
  2. Mercedes-AMG GT
  3. Porsche 911

Elektroautos

Nein, hier habe ich nichts zu sagen, Tesla hat alles richtig gemacht (s.o., wo es alle anderen falsch gemacht haben).

  1. Tesla Model S
  2. BMW i3
  3. VW e-Golf

Alle beteiligten Blogs und deren Ergebnisse: