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Yamaha frischt die etwas in die Jahre gekommene MT-07 für das Jahr 2021 auf: Neue Optik, schwächerer Euro-5-Motor, mehr Gewicht und … sonst gar nicht so viel Neues…

Die Yamaha MT-07 ist ein echter Topseller. Und vielleicht hat man auch angesichts des Spruchs „Never change a running system“ so lange gewartet, an dem populären (Wieder-)Einstiegsbike etwas zu ändern. So gab es über die Jahre hinweg immer nur kleinere Modifikationen mit den Modelljahren, wirklich grundlegend überarbeitet wurde sie aber nie. Auch der für viele inzwischen etwas altbacken empfundene Scheinwerfer blieb. Bis jetzt.

Endlich neue Optik

Für das Modelljahr 2021 hat sich mindestens optisch einiges bei der MT-07 getan. Ähnlich wie die MT-09 fürs Jahr 2021 bekommt die MT-07 einen neuen Voll-LED-Scheinwerfer spendiert, der – wie auch bei der großen Schwester – aus zwei vertikalen Lichtstreifen und einem mittigen runden Hauptlicht besteht. Immerhin sitzt die runde Einheit tiefer und so sieht die Maske deutlich stimmiger aus, als bei der 09. Zusätzlich gibt es LED-Blinker, im Heck arbeitet nach wie vor eine Glühbirne.

Kern des überarbeiteten Modells für 2021 ist natürlich der Euro-5-Motor, der ab nächstem Jahr für die Zulassung Voraussetzung ist. Der unter anderem auch aus der Tracer 700 bekannte und von mir sehr geliebte, 690ccm große CP2-Motor, einem Paralleltwin mit 270° Hubzapfenversatz. Um ihn fit für die neue Abgasnorm zu bekommen, wurden die Einlasskanäle überarbeitet und die Kraftstoffeinspritzung optimiert. Außerdem gibt es eine neue 2-in-1-Abgasanlage. Im Ergebnis leistet der neue Motor damit 73,4 PS bei 6.000 U/Min und 67 Nm bei 6.500 U/min. Damit ist er wieder (wie schon bei einer vorigen Überarbeitung) etwas schwächer geworden. Insbesondere auch durch die neue Abgasanlage erhöhte sich das Gewicht der MT-07 um 2 kg auf 184 kg im fahrfertigen Zustand.

Außer einem neuen, Cockpit bestehend aus einem farbigen LCD-Segment-Display, größeren Vorderradbremsen (298 mm statt 282 mm Durchmesser) und schwarzen Hebeln (yes!), gibt es tatsächlich ansonsten nicht viel neues zu berichten. Das Fahrwerk bleibt grundsätzlich gleich, besteht vorne aus einer nicht einstellbaren Teleskopgabel mit 41mm Standrohrdurchmesser, sowie einem nur in der Vorspannung verstellbaren Federbein im Heck. Bleibt zu hoffen, dass das Ausbleiben neuer Komponenten nicht auch weiterhin ein unterdämpftes, schwingendes Fahrverhalten im Heck bedeutet. Bereift ist die MT-07 mit Michelin Road 5 Gummis in den Dimensionen 120/70/17 vorn und 180/55/17 hinten.

Weniger Leistung, mehr Gewicht, stärkere Konkurrenz

Viel mehr neues gibt es schon nicht zu berichten. Angesichts der durch die Triumph Trident gestiegene Konkurrenz darf man sich durchaus fragen, ob Yamaha mit der 21er MT-07 nicht etwas zu kurz gesprungen ist. Ab März 2021 soll die neue MT in den Farben Storm Fluo, Icon Blue und Tech Black bei den Händlern stehen – zu Preisen ab 7.374 Euro (inkl. 19 % MwSt. und 375 Euro Herstellernebenkosten). Wirklich teurer ist die Trident da nicht, bietet aber die deutlich umfangreichere und modernere Ausstattung – und kann von potenziellen Kunden bereits 2 Monate früher begutachtet werden… Man darf durchaus gespannt sein, ob die Updates reichen, der MT-07 den Status als Topseller zu erhalten. Ich bin vorsichtig skeptisch, freue mich trotzdem sehr auf die neue MT, die meiner Ansicht nach vor allem optisch einen sehr gelungenen Schritt nach vorne darstellt.

Text: sb
Fotos: Yamaha


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Sebastian
Autor

Gründer und überwiegender Texter hinter passion:driving. Leidenschaftlicher Car-Nerd, immer auf der Suche nach dem Rande des Kammschen Kreises und viel zu häufig auf irgendwelchen Rennstrecken unterwegs. Anglophil veranlagt, liebt britische Sportwagen und fährt eine Lotus Elise S1, um das eigene, eher nachteilige, Leistungsgewicht wieder auszugleichen. Neben passion:driving schreibt er als freier Autojournalist (Mitglied im Verband der Motorjournalisten) auch für die heise autos und andere Publikationen.

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