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Ein Porsche, sie alle zu knechten: neuer Cayman 981 vorgestellt!

November 29, 2012 Messen, Neue Autos Keine Kommentare

Hättet ihr mich doch nur sehen können, als die ersten Bilder des neuen Porsche Cayman vorgestellt wurde. Dieses Video hier von Homer Simpson stellt das eigentlich ganz gut dar.. Seit der Vorstellung des aktuellen Boxster 981 bin ich dem Design völlig verfallen und die fahrdynamische Klasse, die Boxster eingehaucht wurde ist weit weg von der “No Sports”-Doktrin, die Porsche einst jedem Modell außerhalb der 911 Baureihe auferlegte.

So hin und weg, wie ich vom neuen Boxster war, so aufgeregt war ich, wie der neue Cayman auf dieser Basis dann wohl aussehen würde. Ich habe nichts weniger, als ein herausragend fantastisches Auto erwartet und genau das hat Porsche nun auf der L.A. Auto Show 2012 vorgestellt!

Porsche Cayman 981

Die dritte Generation des Cayman darf von all dem profitieren, was den Boxster 981 so besonders macht: er ist länger und breiter geworden, Radstand und Spur sind gewachsen und er durfte einige Kilo abspecken. Dazu trägt er an der Seite die lang und tief verlaufenden Lufteinlässe zu dem vor der Hinterachse verbauten Mittelmotor. Wie zu erwarten war, kommen die breiten und kräftig ausgeformten hinteren Kotflügel in der Coupé-Form hervorragend zur Geltung. Der in den Rückleuchten mit eingearbeitete Heckspoiler sieht fantastisch aus und gibt dem Cayman im ausgefahrenen Zustand ein wunderschönes Seitenprofil. An der Frontpartie sind Boxster und Cayman insbesondere durch die anders verlaufenden Streben am Lufteinlass zu erkennen: während der Cayman unten breiter werdendes Trapez darstellt, ist es beim Boxster genau anders herum, was den Cayman etwas aggressiver und flacher wirken lässt.

Porsche Cayman 981

Hinter dem Fahrer werkelt im neuen Porsche Cayman ebenfalls ein 2,7 Liter Boxer-Triebwerk. Allerdings bekommt der Kunde im Vergleich zum Boxster 10 PS mehr in der Basisversion: mit 202 kW (275 PS) spurtet der “kleine” Cayman so – entsprechende Aussattung wie Sport Chrono Paket vorrausgesetzt – in 5,4 Sekunden auf 100 km/h. Wie auch im Boxster S, wird der Cayman S der Baureihe 981 mit einem 3,4 Liter Sauger angetrieben, welcher ebenfalls 10 PS mehr leistet, als das offene Derivat: 239 kW (325 PS) leisten die gegenläufig arbeitenden sechs Kolben, welche den Motor frei von Massekräften erster Ordnung laufen lassen und ihm damit seine Laufruhe bescheren. Mit PDK und Sport Chrono Paket spurtet der schnelle Porsche Cayman S 981 in 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Bis zu 283 km/h schnell ist der Cayman S übrigens, beim normalen Cayman reicht es “nur” für 266 km/h.

Porsche Cayman 981 Innenraum / Cockpit

Und der Verbrauch? Pah.. wer spricht schon von Verbräuchen. Porsche sagt etwas von 7,7 Litern im Cayman und 8 Litern im Cayman S und ich sage, das ist aus Erfahrung mit dem Porsche Boxster S beim Porsche Roadtrip machbar. Aber will man das? Wenn es nach mir geht ganz sicher nicht. Dann kommt unter den Cayman noch die wundervoll röhrende Sport-Abgasanlage aus dem Hause Porsche, der Sport Modus wird eingeschaltet und die Abgasklappen auf Durchzug gestellt und dann ist einem ohnehin fast alles egal – das kann ich garantieren.

Porsche Cayman 981

Ein Porsche, sie alle zu knechten. Mich hat er schon im Schwitzkasten und ich kann gar nicht anders, als zu hoffen, dass ich den Cayman auch früher oder später erleben darf. Fahrdynamisch dürfte er nämlich dem Boxster S gegenüber noch das i-Tüpfelchen aufsetzen und wie er sich im Vergleich zum 911 schlägt? Wir werden es hoffentlich erleben!


Über den Autor -

Seit dem Kindesalter drehte sich für mich immer alles um Autos. Ob ich als Kleinkind mit offenem Mund auf der Straße stehen blieb, wenn ein Ferrari 355 an mir vorbeigefahren ist, ob ich als Teenager am PC eine Rennsimulation nach der anderen bis in die Nächte hinein gezockt haben oder ob ich mir als glücklicher Führerscheinbesitzer keine Möglichkeit entgehen lassen konnte, jedes Auto zu fahren, das mir in die Hände fiel. Meinen Smart Roadster habe ich - wie man so als Informatiker eben tickt - begonnen zu debuggen und ein eigene Softwaremodifikationen dafür zu bauen. Auf der Rennstrecke und mit kleinem Engagement im Motorsport wurde nicht nur der, sondern auch sein Nachfolger - ein Renault Megane RS TCe250 - gerne und häufig gequält. Inzwischen muss ein Lotus Elise herhalten, während ich immer noch jede Möglichkeit wahrnehme, um jedes erdenkliche Auto zu fahren - und hier darüber zu bloggen.