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Opel arbeitet an Einstieg in die Formel 1

April 1, 2013 Motorsport, News 15 Kommentare

Es ist ja schon ein wenig seltsam. Je mehr eine Firma kriselt, desto mehr wird investiert. Wobei das nicht schlecht sein muss. Opel hat vor allem in sein Engagement im Sport investiert: als Sponsor des Fußballs beim BVB und beim Motorsport in Form des Opel Astra OPC Cup und des Opel Adam Cup für die Rallye. Und während man bisher auf Kundensportprogramme gesetzt hat, will man nun wohl das Ruder selbst in die Hand nehmen – die Formel 1 ruft.

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UPDATE: Natürlich handelt es sich hier nur um einen Aprilscherz 🙂 Danke an alle, die mitgemacht haben!

Gestern Abend kam eine Pressemitteilung von Opel an, es galt eine Sperrfrist zu unterzeichnen. „Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Redaktionen, liebe Blogger, die Adam Opel AG möchte Ihnen die Arbeit an einem Formel-1-Projekt bekanntgeben. Weitere Infos entnehmen Sie der beigefügten Pressemitteilung“.

Viele Informationen finden sich dort leider noch nicht, nur eine Ankündigung, die sich liest, wie eine platzende Bombe. Nach Berichten des Motosport-Experten Tom Schwede wurde das Team Mücke Motorsport Berlin, ein alter Bekannter aus der DTM, mit als Einsatzteam beauftragt. Das Team hat bereits viel Erfahrung im Formelsport sammeln können und die Formel 1 ist nun der nächste Schritt.

Angetrieben werden soll der Opel-Formel1 Wagen von einem Corvette Powertrain LS1-6R. Das Aggregat gilt als besonders zuverlässig und effizient und könnte gerade auf Grund des letzteren Umstandes in der Formel 1 besonders konkurrenzfähig sein. Dass der Motor von Chevrolet kommt, zeigt aber vor allem eines: die Bande zwischen GM und Opel scheint nun wieder enger zu werden und offenbar hat das GM-Management Opel nun doch nicht ganz abgeschrieben. Wieviel Budget der angeschlagene Autobauer für das Formel1-Projekt zur Verfügung stellt, ist allerdings nicht bekannt.

Klar ist nur: auch der Mutterkonzern GM investiert selbst eine große Summe, es scheint kein reines „Opel-Projekt“ zu sein, was sich insbesondere auch bei der Fahrerdiskussion zeigt: während auf der einen Seite über ein Ralf Schumacher Comeback gefachsimpelt wird (ich hoffe, man besinnt sich noch frühzeitig auf einen fähigeren Piloten), steht der Pilot für das zweite Cockpit wohl bereits mehr oder weniger fest: der Amerikaner Tommy Milner, GM Werksfahrer, soll im zweiten Cockpit Platz nehmen. Interessant, da sich seine Erfahrung vor allem auf LMP-Prototypen beschränkt.

Youngster Tommy Milner

Youngster Tommy Milner

Das Projekt ist auf alle Fälle engagiert, ob Opel dieses Riesenprojekt stemmen kann? Schwer zu sagen. In Anbetracht des ehrgeizigen Sport-Engagements erscheint das aber tatsächlich wie ein logischer nächster Schritt. Ich wünsche den Rüsselsheimern allerdings mit Blick auf die angespannte Lage, dass sich dieses Investment auch tatsächlich lohnt. Und hey, für mich wäre das tatsächlich mal wieder ein Grund mehr, öfter in die Formel 1 hineinzuschalten. Als mögliches Startjahr wird derzeit übrigens 2014 oder 2015 gehandelt.

Was haltet ihr davon? Sollte Opel seine Kohle lieber in neue Modelle stecken oder dürfte der Formel 1 Auftritt den Rüsselsheimern gut tun, die Notwendige Aufmerksamkeit bringen und vor allem Innovationsmotor für moderne Technologien sein?

Das Thema erhitzt natürlich auch die Gemüter der anderen Auto-Blogger, die folgenden Kollegen haben die PM auch gestern bekommen:

Bildquellen: Emil Kirschner, LIQUI MOLLY