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Seit dem legendären E30 M3 ist kein „M“ mehr von den Münchener Bändern gerollt. Jetzt ist es wieder soweit: die Produktion des BMW M4 Coupé ist gestartet und damit kehrt auch die Ikone wieder ins Stammwerk innerhalb der Münchener Stadtgrenze zurück. Denn das BMW M4 Coupé wird in diesem Werk produziert, während der M3 aus Regensburg kommt.

BMW M4 Produktionsstart in München
BMW M4 mit Martin Tomczyk und Werksleiter Hermann Bohrer

BMW ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, den Start der M4-Serienproduktion durch Einladung einzelner Medienvertreter gebührend zu feiern. So durfte auch ich mit dabei sein, als das erste Kundenfahrzeug des BMW M4 Coupé vom Band rollte, selbstverständlich in der Kommunikationsfarbe „Austin Yellow“, das übrigens in Live einfach ganz hervorragend aussieht.

BMW M4 Produktionsstart in München

40 Stunden dauert die Produktion eines einzelnen BMW M4 Coupé. Das ganze findet auf der gleichen Produktionslinie statt, auf welcher auch 3 weitere Modelle, unter anderem der 3er, vom Band laufen. Das klingt nach einer logistischen Herausforderung – und genau das ist es auch, da es doch den ein oder anderen signifikanten Unterschied bei der Fertigung des sportlichsten Coupé gibt. So zum Beispiel das beim M4 serienmäßige Carbondach. Dessen Klebemontage wird von Mitarbeitern penibel vorbereitet. Die eigentliche Montage erfolgt wiederum durch Roboter. Die abschließende Feinarbeit und Kontrolle geht dann wieder durch feinfühlige Menschenhände.

BMW M4 CFK-Dach

Die Auftragsbücher sind laut BMW eigener Aussage schon jetzt gut gefüllt, das Interesse am M4 ist groß. Kein Wunder, denn auch die Zutaten sind erste Sahne: drei Liter Hubraum hat der mittels Turbolader unter Druck gesetzte Reihensechszylinder, der mit seiner Charakteristik BMW-typisch drehfreudig ausfällt: die maximale Leistung von 317 kW (431 PS) liegt zwischen 5.500 und 7.300 Umdrehungen an! 550 NM werden dabei gegen die Kurbelwelle gestemmt. Das reicht, um den M4 in 4,1 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Das ganze garniert mit der M-typischen Sportlichkeit sollten ausreichend Argumente sein, um den Kaufpreis von 72.200€ zu rechtfertigen. Für Martin Tomczyk, seines Zeichen DTM-Rennpilot, waren es jedenfalls ausreichende Argumente, sein M4 ist bereits bestellt. Zusammen mit einem sichtlich stolzen Werksleiter Hermann Bohrer durfte er den ersten M4 vom Band fahren.

BMW M4 Projektleiter Michael Wimbeck vor "seinem Baby"
BMW M4 Projektleiter Michael Wimbeck vor „seinem Baby“

Die Auslieferung des BMW M4 Coupé an seine Kunden soll im Juni beginnen.

Text/Bilder: sb


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Sebastian
Autor

Gründer und überwiegender Texter hinter passion:driving. Leidenschaftlicher Car-Nerd, immer auf der Suche nach dem Rande des Kammschen Kreises und viel zu häufig auf irgendwelchen Rennstrecken unterwegs. Anglophil veranlagt, liebt britische Sportwagen und fährt eine Lotus Elise S1, um das eigene, eher nachteilige, Leistungsgewicht wieder auszugleichen. Neben passion:driving schreibt er als freier Autojournalist (Mitglied im Verband der Motorjournalisten) auch für die heise autos und andere Publikationen.

14 Kommentare

  1. Klasse Bericht, mir ist nur ein Fehler aufgefallen:
    BMW hat keine Produktion in Augsburg, du meintest wahrscheinlich Regensburg.

    • Sebastian

      Da hast du völlig Recht, danke für den Hinweis! Da war ich beim Tippen ein wenig zu schnell und mit der Korrektur – weil ich in Genf war – etwas zu langsam 😉 Danke dir!

  2. Pingback: BMW M4 Coupé - Anlauf für eine neue Legende | autokarma

  3. Pingback: Sechs sind genug Sex: BMW M3 und M4 im Fahrbericht | passion:driving

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