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Nein, mit Ruhm hat sich Porsche wahrlich nicht bekleckert, dafür hat man aber eine möglichst offene Kommunikation gepflegt. Nachdem zwei nahezu fabrikneue Porsche 911 GT3 abgebrannt sind, sollen nun die Untersuchungen abgeschlossen und die Ursache gefunden sein. Die Auswirkung dessen ist knackig: Porsche will in allen bisher verkauften 785 911 GT3 den Motor tauschen.

Brennender Porsche 911 GT3 991

Nach den Untersuchungen bei Porsche, soll wie bereits vermutet die Verschraubung der Pleuel die Ursache gewesen sein. Diese haben sich gelöst, das hierdurch gelockerte Pleuel hat das Kurbelgehäuse beschädigt, wodurch Öl ausgetreten ist, welches sich dann entzündete. Bei den neuen Motoren soll diese Verschraubung nun optimiert worden sein, um diesen Fehler für die Zukunft auszuschließen.

Porsche 911 GT3 991

Getauscht werden nun nicht nur die Motoren der 785 verkauften 911 GT3, sondern auch alle Motoren der noch nicht verkauften Fahrzeuge. Und obwohl Porsche damit deutlich in die Offensive geht und auch deutlich betont, dass keine weiteren 911-Modelle von diesem Problem betroffen sein, dürfte das Image damit den ein oder anderen Kratzer abbekommen haben. Schließlich gilt gerade Porsche als die Marke, die mit technischer Exzellenz glänzt. „German Engineering“, wie man im Ausland auch gerne lobend betont. Aber sind wir ehrlich: vermutlich wird das ganze Thema nun auch ein wenig heiß gekocht, mich würde es jedenfalls wundern, sollte das Thema nachhaltig an Porsches Image kratzen. Immerhin: die Besitzer dieser GT3 dürfen nach dem Motortausch dann auch endlich wieder auf die Straße.

Porsche 911 GT3 991

Text: sb
Bilder: Kantonspolizei St. Gallen / Porsche


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Sebastian
Autor

Gründer und überwiegender Texter hinter passion:driving. Leidenschaftlicher Car-Nerd, immer auf der Suche nach dem Rande des Kammschen Kreises und viel zu häufig auf irgendwelchen Rennstrecken unterwegs. Anglophil veranlagt, liebt britische Sportwagen und fährt eine Lotus Elise S1, um das eigene, eher nachteilige, Leistungsgewicht wieder auszugleichen. Neben passion:driving schreibt er als freier Autojournalist (Mitglied im Verband der Motorjournalisten) auch für die heise autos und andere Publikationen.

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