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Mercedes-AMG GT – die besten Artikel zum neuen Sportwagen aus Affalterbach

November 26, 2014 Neue Autos 11 Kommentare

Zugegeben: bisher habe ich mich recht ruhig verhalten, was den neuen Mercedes-AMG GT angeht. Ich konnte mich schlicht noch nicht festlegen. Mag ich ihn? Mag ich ihn nicht? Glücklicherweise waren ja aber ein paar Kollegen und Blogger vor Ort, um zumindest herauszufinden, ob sie ihn denn mögen, den GT – und zumindest kann ich mir nun auch ein wenig eine Meinung bilden. Daher für euch hier mal zusammengefasst: die schönsten und besten Artikel zum Mercedes-AMG GT. Und ja, der wird übrigens wirklich so geschrieben. Denn es ist kein Mercedes-Benz AMG Modell, sondern eine AMG-Eigenentwicklung!




Technisch ist er ja ein feines Gerät. Ein 4.0-Liter-Biturbo-V8 arbeitet unter der langen Haube. Ja, sie ist optisch angelehnt an den SLS, den zweiten Flügeltürer. Doch nein, er ist nicht sein Nachfolger. Zurück zum Motor: der ist eine völlige Neuentwicklung auf Basis des Motors, der auch schon im A45 AMG für mächtig Vortrieb sorgt. Maximal 375 kW (510 PS) im GT S, also dem Topmodell, werden dabei generiert.

Mercedes-AMG GT S Laguna Seca

Und fein sind auch die Zutaten: Trockensumpfschmierung, damit der Schmierfilm auch bei maximaler Querbeschleunigung nicht abreisst und der Schwerpunkt schön abgesenkt werden kann. Die Turbolader, wie auch schon bei den aktuellen BMW-M-Achtzylindern, zwischen den Zylinderbänken angeordnet, um den Motor kompakter  zu bauen und die Frischluftzuführung zu optimieren. Speziell gehärtete Laufbuchsen für hohe Drücke, Schmiedekolben, reibungsoptimierte Kolbenringe und das alles natürlich gemäß „One Man, one Engine“ in Affalterbach von Hand zusammengeschraubt. Wie sich das Material auf der Rennstrecke so schlägt? Dazu lud Mercedes auf die legendäre Rennstrecke Laguna Seca – und ich gestehe: ich beneide die glücklichen, die vor Ort sein durften nicht nur ein wenig 😉

Die erste Ausfahrt aus der Boxengasse erfolgt demütig. Die Strecke kenne ich nur von der Xbox-Konsole und dem Rennspiel Forza. Also easy. Die erste Runde ist eine Demorunde, die Strecke anschauen. Eingewöhnen an 510 PS, V8 Turbo, Transaxle-Doppelkupplung, Heckantrieb und die schärfste Waffe die man in Affalterbach bislang konstruiert hatte.  Zuvor bin ich zwei Stunden über US-Landstraßen gefahren, immer mit gebremsten Elan. Hier und jetzt darf der AMG GT S zeigen was er kann. Darf ich meinen Trieben freien Lauf lassen. Den AMG GT S im “Holy Moly Waldfee-Modus” bewegen.

Bjoern zum Mercedes-AMG GT S auf mein-auto-blog.de

Doch ein 4-Liter-V8, doppelt zwangsbeatmet, ist halt allein schon für sich eine akkustische Macht; er brabbelt im Leerlauf auch schön, fast so ein bisschen amerikanisch. Und wenn er getrieben wird (der S schaltet erst knapp vor 6500/min), dann kreischt er auch schön. Laut. Deftig. Schön haben sie das hingekriegt in Affalterbach, dafür darf man sie loben, unter den Turbos ist er einer der Feinsten, er braucht sich auch hinter dem Ferrari California T nicht zu verstecken.

Peter zum Mercedes-AMG GT S auf radical-mag.com

Die Konsole teilt in V-Form den Arbeitsplatz des Fahrers vom Sitzplatz des Passagiers. Auf der Konsole sind symmetrisch 8 Knöpfe angebracht. Niemand soll vergessen, was da unter der lange Haube werkelt. Den zweiten Knopf von oben auf der linken Seite drücke ich nun. My body is burning, it starts to shout *** Desire is coming, it breaks out loud *** Lust is in cages till storm breaks loose *** Just have to make it with someone I choose Der 4 Liter V8 Biturbo erwacht zu Leben. Um 2 Liter hat Mercedes den neuen Motor ja quasi kastriert. Downsizing-Galore. Buh! Der Klang drängt diesen Gedanken aber sofort wieder in die hinterste Schublade zurück.

Jan zum Merces-AMG GT S auf auto-geil.de

Und von Jens, Jan und Sarah gibt es natürlich auch ein ausfahrt.tv-Video:

Porsches Antwort: der Porsche 911 GTS?

Und Porsches Antwort auf den vermeintlichen Porschejäger? Das wäre wohl der neu vorgestellte Porsche 911 GTS (der übrigens jetzt auch, wie der Nissan 370Z und die Corvette C7 eine automatische Zwischengasfunktion für den Handschalter bereithält). Den durften Fabian und Peter immerhin schon bewegen und haben dazu auch ein paar feine Worte gewählt:

Vorsicht! Auch wenn ein Elfer Sache des Herzens ist, es braucht einen klaren Kopf. Denn Stuttgart stellt dir viele Fallen, an deren Ende dann ein 911 Carrera 4 GTS Cabriolet mit PDK auf dich wartet. Und das braucht es überhaupt gar nicht. Weil Komfort ablenkt und die unmittelbare Rückmeldung aus dem Fokus verliert. Wo es doch beim Porschefahren um nichts anderes geht.

Das Unmittelbare. Direkt und analog schafft es Vertrauen durch Gefühl. Deshalb muss es ein normaler Carrera GTS sein. Mit Hinterradantrieb, handgerissen. Nur so ergibt das fein geschnürte Options-Paket Sinn: die breitere Spur auf ebensolchen Felgen, die Leistungssteigerung, das bedrohliche Schwärzen diverser Anbauteile – denn der 911 GTS findet seinen Zweck in der Freude am schnellen Fahren.

Fabian zum Porsche 911 GTS bei ps.welt.de

Mit dem GTS bastelt Porsche weiterhin mit einer wunderbaren Souveränität und schönen Leichtigkeit an der Legendenbildung des 911er der Baureihe 991, von der wir in 20 Jahren sagen werden, dass es vielleicht der beste Elfer ever war, uns gereuig sein werden, dass wir nicht genügend gespart (oder, äh, verdient?) hatten, um uns solch ein Wunderwerk zu kaufen.

Mein Gott, ist das: grosses, grosses Kino. Der Boxer schreit Dir ins Genick, dreht bis 8500/min, so etwa bei 4000/min fällt der Hammer, die Schaltwege sind kurz, knackig (das 7-Gang-Getriebe wurde überarbeitet, die Schaltebenen sind jetzt klarer definiert), er zieht sofort weiter, weiter, weiter, brüllt.

Peter zum Porsche 911 GTS auf radical-mag.com

Text: sb
Fotos: Mercedes, Porsche