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Wiesmann.. alleine, wenn ich den Namen höre, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Dabei denke ich sofort an wunderschöne Formen, wuchtige Kurven, feinste Technik aus Deutschland und laut röhrenden Motoren aus dem Freistaat. Wohl kaum ein anderer Autobauer schafft es, so klassische Formen ins Moderne zu übertragen, wie die westfälische Manufaktur Wiesmann. In Genf habe ich einen Blick auf den neuesten Spross GT MF4-CS geworfen, welcher, wie das CS bereits andeutet, vor allem für den sportlichen Einsatz gebaut ist.

Wiesmann GT MF4-CS Genf

Der Wiesmann GT MF4-CS, CS steht für Clubsport, ist vor allem für den Einsatz auf Trackdays konzipiert. Das Prinzip Leichtbau wurde an allen Ecken vorangetrieben. Weitere 20 kg konnten im Vergleich zur bereits leichteren Version, dem GT MF4-S, eingespart werden. Dazu wurde die Spur deutlich verbreitert und ein kräftiger Heckspoiler montiert, der für den nötigen Anpressdruck sorgen soll. Möchte man den GT MF4-CS wirklich im Sinne seines Erfinders auf der Rennstrecke bewegen, bekommt man mit dem optionalen Track-Package auch 4-Punkt-Gurte, Sport-Bremsbeläge und Michelin Pilot Sport Cup Semislicks montiert. Wer es ganz puristisch mag, kann die Gewichtsreduktion auf die Spitze treiben und sogar auf Audio- und Klimaanlage verzichten – genau so muss das!

Wiesmann GT MF4-CS Genf

Für den Vortrieb sorgt ein alter bekannter: der Hochdrehzahl-V8 mit der Bezeichnung S65B40 aus dem M3 verrichtet mit 4 Litern Hubraum und 309 kW (420 PS) seinen Dienst. 400 NM Drehmoment werden gegen die Kurbelwelle gestemmt und beschleunigen den 1350 kg schweren Wiesmann in 4,4 Sekunden auf 100 km/h. Schluss ist erst bei 293 km/h.

Wiesmann GT MF4-CS Genf

So, und was bitteschön soll an diesem Schmuckstück nun „zuviel“ sein, wie ich in der Überschrift schrieb? Das klärt ein Blick in den Innenraum. Alcantara-Leder hier und da sieht immer super aus, zweifelsohne. Aber für meinen Geschmack wurde es dann doch ein wenig zu sehr auf die Spitze getrieben – insbesondere, wenn ich mir den Blinkerhebel so anschaue…

Wiesmann GT MF4-CS Genf Innenraum

Aber gut, ein Wiesmann ist ein Exot, so einer darf auch klotzen und mit seine inneren Werte selbstbewusst zur Schau tragen. Und „geht da noch was“? Bestimmt, die Wiesmänner aus Dülmen werden sicher irgendwann noch mehr Kohlen nachlegen – ich freu mich drauf. Und falls nun jemand ins Grübeln kommen sollte, ob man ein paar Euro locker macht? Kein Problem, 229.000 € müssen das dann ganz genau sein, um zu den maximal 25 glücklichen Käufern zu gehören.

Wiesmann GT MF4-CS Genf


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Sebastian
Autor

Gründer und überwiegender Texter hinter passion:driving. Leidenschaftlicher Car-Nerd, immer auf der Suche nach dem Rande des Kammschen Kreises und viel zu häufig auf irgendwelchen Rennstrecken unterwegs. Anglophil veranlagt, liebt britische Sportwagen und fährt eine Lotus Elise S1, um das eigene, eher nachteilige, Leistungsgewicht wieder auszugleichen. Neben passion:driving schreibt er als freier Autojournalist (Mitglied im Verband der Motorjournalisten) auch für die heise autos und andere Publikationen.

3 Kommentare

  1. Wiesmann Mitarbeiter Antworten

    Hi,

    also das was du als zuviel siehst, das ganze alcantara am blinkerhebel etc., kann man alles weglassen…
    Bei uns werden die Autos nicht aus der Stange produziert. Sondern wie du sicherlich schin weißt, alles in Handarbeit …
    Wir machen alles was der Kunde sich wünscht 🙂
    Wenn er nur hier und da Leder oder alcantara haben möchte, machen wir das auch.. Oder auch andersrum 🙂 alles ist ein Exot, nach seinem Besitzer vorgeschrieben halt..

    MfG

    • Sebastian

      Hey! 🙂 Vielen Dank für den Kommentar! Das ist natürlich schön und gut zu hören. Klar, Wiesmann ist eine Manufaktur, keine Produktion von der Stange. Schön zu sehen, dass da alles flexibel ist. Mal sehen, vielleicht kann ich mir davon ja auch irgendwann mal ein Bild machen 🙂

  2. Pingback: Die Männer hinter Wiesmann: Michelin trifft die Wiesmann-Brüder | passion:driving

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