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Allrad

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Mit bärigem Durchzug beschleunigst Du vom Scheitelpunkt weg. Maximale Traktion, das Heck drückt nach außen. Reifen wimmern. Ein kurzer Impuls auf’s Bremspedal, Einlenken in die große Rechts und Feuer! Gummi löst sich in Rauch auf, der Asphalt wird um einige Schichten französischen Gummis dunkler und ein Kompaktwagen kommt quer ums Eck, wie es ein Kompaktwagen eigentlich gar nicht tun dürfte – bis Ford sich dachte, mal eben alles anders zu machen und den Ford Focus RS auf die Räder gestellt hat.

Was wird Audi gerne kritisiert, dass sich die Autos gleichen wie ein Ei dem anderen. Unter dem Titel „The little Copy Shop“ hatte Bjoern gar ein Teserbildchen von Audi „überarbeitet“. Und dann, während in Stuttgart eine Limousine der anderen zum verwechseln ähnlich gemacht und die gesamte Designsprache auf Schema F eingestampft wird, kommen die Ingolstädter und: machen’s einfach anders, trauen sich was. Vorhang auf für den neuen Audi Q2.

Ja, so etwas kommt öfters mal vor: es findet eine Fahrveranstaltung ohne mich statt. Das passiert sogar relativ häufig und es ist auch kein Wunder, schließlich bin ich mit meinem kleinen Auto-Blog für so spinnerte Enthusiasten wie euch (ja, das meine ich sehr positiv!) nicht der Nabel der automobilen Berichterstattungswelt. Doch in einem Punkt könnt ihr euch sicher sein: jetzt gerade, in der vergangenen Woche, wäre ich es gerne gewesen! Ford hat in Valencia den neuen Focus RS Mk3 vorgestellt und … ja, ich bin ein wenig verliebt. Oder auch ein wenig sehr viel.

Die Tachonadel krazt an die 300er Marke, der 11er vor uns setzt den Blinker rechts, gibt die linke Spur frei. Das “S” hinter dem Carrera nützt nicht viel. Denn während sich der freisaugende Boxer mühsam den Weg richtung Vmax hinaufkämpfen muss, rennt unser 605-PS-Monster bis 305 km/h, um dort vom elektronischen Begrenzer eingefangen zu werden. Soll heißen: was der Zuffenhausener mühsam ausquetscht, schüttelt der Ingolstädter dank jüngster Leistungskur lässig aus dem Ärmel: willkommen im Audi S8 plus.

Der Neujahrskater hängt uns allen noch in den Knochen, wie auch der erste Schneefall des neuen Jahres, der auf den deutschen Autobahnen und Flughäfen (nicht wahr, Jens?) schon wieder für Chaos gesorgt hat. Nachdem der Rausch ausgeschlafen und die Berge eingeschneit sind, pilgern die Deutschen wieder: zum Skifahren. Das heißt: hier gibt es auch dieses Jahr wieder ein paar Wintersportler. Auf rädern, selbstredend. Und Allrad muss es dann schon sein. Klar, das will ja auch der gemeine deutsche Autokäufer südlich des Weißwurstäquators, der sich einmal im Jahr, 10 Tage mit der weißen Pracht konfrontiert sieht. Also: Vorhang auf für den VW Golf R!

Na, wie war euer anfänglicher Eindruck, als ihr die ersten Pressebilder vom neuen Audi A4 gesehen habt? Bestimmt „der sieht ja aus, wie der Alte“ oder „ist das ein Facelift oder soll das ein Witz sein?“. Ganz ehrlich, mit diesem Empfinden wart ihr nicht allein. Doch die Erfahrung lehrt: urteile nie über das Design eines Autos, bevor Du es nicht in natura gesehen hast. Aus diesem Grund war passion:driving in Venedig, um sich den neuen A4, Baureihe B9, genauer anzuschauen und natürlich wollten wir die Mittelklasselimousine auch fahren. Was 30 Kilometer nördlich der Lagunenstadt in den Bergen rund um Treviso auch vorzüglich klappte und in einer durchaus überraschenden Erkenntnis endete. Hier der Bericht.