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Offroad

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Sicher gibt es besseres, als um 20:30 Uhr zu einem 1.000 Kilometer entfernten Ziel aufzubrechen, um von dort einen Offroad Roadtrip zu starten. Doch ich wollte unbedingt noch den Theorieunterricht in der Fahrschule mitnehmen. Motorrad, wohlgemerkt (auch dazu später mehr hier im Blog). Und ich wollte eben auch unbedingt noch an diesem Abend losfahren. Es ging schließlich um meine Katharsis. Einmal ausbrechen. Hinterfragen, wer man selbst eigentlich ist. Ruhe finden. Frieden finden. Mit sich, mit der Vergangenheit.

Man könnte es durchaus so sagen, aber 2017 und auch Teile des Jahres 2016 waren echte Scheißjahre. Jede Menge private Dinge haben sich überworfen, verändert, entwickelt. Und daher brauche ich jetzt genau das: einen Roadtrip. Eine Katharsis. Einen Katharsis-Roadtrip. Oder so. Wer Bloggen nicht mag oder versteht, sollte jetzt einfach weg klicken. Denn es wird nicht (vorwiegend) um Autos gehen.

Man mag sich fragen, warum die Fahrveranstaltung für den neuen Audi Q5 (der intern auf die Bezeichnung FY hört) denn unbedingt in Mexiko sein muss. Soviel ist dabei schon mal klar: zumindest die USA konnte es (entgegen des ursprünglichen Plans) nicht sein, denn aufgrund gewisser Verstimmungen zwischen den dortigen Zulassungsbehörden und dem VW Konzern im Allgemeinen und Audi im ganz speziellen, verweigerte man den Vorserienfahrzeugen eine Zulassung. Doch einen SUV, der insbesondere auf dem Amerikanischen Markt populär ist in einer Region vorzustellen, in der es auf etliche hundert Quadratkilometer gerade 2 Straßen gibt und der Rest aus Schotter- und Sandpisten besteht, ist doch eigentlich gar nicht so verkehrt – erst Recht nicht, wenn dieses SUV sogar in Mexiko gebaut wird.

Als Motorjournalist und -Blogger ist man viel zu oft versucht, Artikel nach dem Schema „Dinge, die man nicht braucht“ einzuleiten. SUVs, beispielsweise, sind ziemlich unnötig. Verschmelzung verschiedener Fahrzeugklassen – sehr unnötig. Das passt natürlich zur Polemik vieler Autoren in den Kommentarspalten gängiger Magazine und Portale: „Wer braucht schon so viel Leistung?!“ schreiben sie dort alle, wenn das beschriebene Auto mehr Leistung hat, als das eigene oder der Carsharing-Karren, mit dem man sich durch den Stadtverkehr quält. Ich lasse mich selbst oft genug auf diese Form der Polemik ein – außer es geht um Leistung. Davon kann man nie genug haben. Und dann steht ausgerechnet dieses Auto vor mir: das Range Rover Evoque Cabrio. Ein SUV-Cabrio. Mal im Ernst: wer braucht denn sowas?!