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Klartext: (K)ein smarter Roadtrip nach England

Oktober 8, 2014 Aus dem Leben eines Enthusiasten, Nürburgring Nordschleife, Straßenirrsinn 28 Kommentare

Ich hätte natürlich alles anders machen können, wirklich ALLES. Hätte es #superepicroadtrip nennen können. Weil es alle so machen. Dann hätte ich von irgendeinem Hersteller ein Auto dafür bekommen und alles wäre anders gewesen. Wobei … eigentlich nicht. Eigentlich wäre es alles nach wie vor genau eines geblieben: eine Fahrt in den Urlaub. Nur eben mit ein wenig Spritgeld on Top. So, wie es halt alle so machen. Nein, ein Roadtrip wäre es trotzdem nicht gewesen. Weil eine Fahrt in den Urlaub – popeliges Kilometerfressen – eben kein Roadtrip ist.




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Versteht mich nicht falsch, es gibt wunderschöne Roadtrips. Etwa wenn Heike mit dem Auto in ein Abenteuer aufbricht, um Land und Leute zu entdecken. Oder wenn Bjoern mit ein paar Leuten loszieht, um eines zu tun: zu fahren. Ohne im Vordergrund stehende Destination. Oder, wenn Can und ich aufbrechen, um einfach nur einige der schönsten Straßen Europas unter die Räder zu bekommen. Aber nein, das hier war kein Roadtrip: weil ich euch nichts zur Route zu erzählen habe, weil die Straßen egal waren und vor allem weil: das Fahren hier einfach nur Mittel zum Zweck war.

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Nein, schnödes Kilometerfressen stand auf dem Programm. Rund 3.500 Kilometer, um genauer zu sein. In gerade einer Woche. Und womit ginge sowas wohl besser, als mit: einem smart. Ja, genau. Mit einem smart. Keine Sorge, wir sprechen vom gleichen Ding: rund wie ein Ei, schaltet, wie ein Fahranfänger auf Valium, schaukelt – im Gegensatz zu einem Schaukelpferd – lateral und – genau wie ein Schaukelpferd – auch longitudinal. Warum? Na, weil er halt in der Garage steht. Und weil er kaum Sprit verbraucht. Und eigentlich gar nicht so unbequem ist, hält man sich mit einer Körperlänge von über 1.70 m vom Beifahrersitz fern. Und das Ziel der Reise war: England. Die Insel.

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Start in München, Übernachtung in Brügge, mit der Fähre von Calais nach Dover, ab nach London, 2 Tage später an die Südküste in die Grafschaft Dorset und eine Woche später über Dover, Calais und den Nürburgring wieder zurück. Knapp 3.500 Kilometer, 5 durchquerte Länder und 1 Blitzerfoto (300 – rechts 2, Kuppe Sprung … ihr wisst schon). Und weil ich keinen #superepicroadtrip gefahren bin, der eigentlich nur eine Fahrt in den Urlaub war, gibt es auch keine coolen Roadtrip-Fotos auf Instagram. Ein Foto gibt es aber dann doch:

smart fortwo 450 auf der Nürburgring Nordschleife

Denn, wenn man schon auf der Rückreise vom Urlaub direkt an der Nordschleife vorbeikommt, kann man – oder zumindest ich – natürlich nicht nein sagen. Auch wenn’s nur in einer rollenden Schaukel ist. Und auch, wenn es mit 11:38 meine bisher langsamste BtG-Runde war, aber egal: Spaß hat’s gemacht! Schreit ja schon fast, nach einem #smartUnder10-Projekt, oder? 😉 Vielen Dank an dieser Stelle auch an Jutta Fröhlich vom nordschleifenbilder.de-Team für dieses tolle Foto!

Ja, ein schöner Urlaub war’s – daher letzte Woche auch so ruhig hier und daher auch noch kein neues Zeug zu #radical14 oder dem Audi TTS, das kommt alles noch. Trotzdem: Spaß hat das Autofahren trotzdem gemacht. Aber ein Roadtrip, das war’s nicht. Das wäre es auch mit #superepicroadtrip-Hashtag und Hersteller-Testwagen nicht gewesen. Mitgebracht habe ich euch aber trotzdem noch etwas, denn vielleicht werde ich in den nächsten Wochen mal ein paar Worte zu meinen beschränkten Ansichten über die europäischen Autofahrer verlieren. Und wie das so ist, in England zu fahren, auf der falschen Seite. Aber vielleicht interessiert euch das ja alles nicht, dann halte ich einfach meine Klappe. Oder halt auch nicht.

Text: sb
Fotos: Jutta Fröhlich/nordschleifenbilder.de, sb